![]() |
|
Sie sind hier: Home » Bildungseinrichtungen » Präha Anna Herrmann Schule
Präha Anna Herrmann Schule
"Turnierstress" - Nora Dreßen, Meisterschülerin von Patrick Heuser, beschreibt den Tagesablauf
Die Saison fängt im Januar an und hört in diesem Jahr erst Anfang Juli mit der Weltmeisterschaft in Merseburg auf. Das erste Turnier ist meistens immer das schlimmste, ob für die Solos oder für die Gruppen. Man stellt der Jury seinen neuen Tanz vor und zeigt, dass man in dem halben Jahr Turnierpause etwas dazu gelernt hat. Ein Turniertag ist oft sehr anstrengend. Meistens treffen wir uns schon ziemlich früh, manchmal sogar noch im Dunkeln, bei Roswitha, unserer Betreuerin. Mit der Verspätung des Trainers kann man eigentlich immer rechnen. "Sind alle da?" heißt es dann und, wenn dies der Fall ist, kann es los gehen. Die Aufregung steigt und man möchte es am liebsten schon hinter sich haben. Manchmal werden auch die kürzesten Strecken zu einer kleinen Erlebnisfahrt. Am Ziel angekommen, ab in die Kabinen, Schuhe anziehen und dann ganz schnell auf die Bühne, um sich für das Eintanzen warm zu machen. Das Meckern über die Bühne, wie stumpf, glatt oder einfach nur blöde sie ist, bleibt nicht aus. Von der Musikanlage, wo unser Trainer Patrick steht, ertönt der Name eines von vielen Solos, oder eine der Gruppen ist jetzt dran. Die Musik startet und man tanzt sich ein. Oftmals denkt man sich nach dem Eintanzen "Oweia, das wird bestimmt nix heute" und geht zurück in die Kabinen. Die Schminktöpfchen werden ausgepackt, weil gut aussehen möchte jawohl jede auf der Bühne. Hilfe bekommen wir von Marlene und Roswitha, unseren Betreuerinnen. Während der Vorbereitungen und der Ankleide steigt die Nervosität immer mehr. Bald ist es soweit. Um auf der Bühne entsprechend beweglich zu sein, muss man sich natürlich warm machen und dehnen. Und schon wieder steigt die Nervosität. Bei vielen ist es so, dass sie vor lauter Nervosität ein paar Tränen vergießen. Dies passiert auch noch den ältesten Hasen aus unserem Verein. Die eigene Startnummer wird aufgerufen, und ab geht's auf die Bühne. Man atmet noch einmal tief durch, und dann fängt auch schon die Musik an. Bis zu 4 Minuten ist jetzt vollste Konzentration gefragt.
Man versucht an alles zu denken, was Patrick einem vorher noch gesagt hat. Die letzten Sekunden sind meistens die schlimmsten, die Kraft ist weg und man ist einfach froh, wenn es vorbei ist. "Jury, die Wertung bitte." Dann kommt der Moment, für den du schon viel Schweiß verloren hast und auch viele Tränen. Manchmal empfindet man die Wertung der Jury nicht ganz gerecht oder die Wertung hat einem gut gefallen und man freut sich sehr darüber. Auch dann fließen schon mal Tränen, ob vor Enttäuschung oder vor Freude. Manche Tänzer kommen aber vor Schmerzen schon gar nicht mehr selbst von der Bühne. Für diese Notfälle, stehen unsere starken Daddys immer bereit.
Die meisten Solos haben immer viel Stress, weil sie schon bald wieder mit der Gruppe auf die Bühne müssen, und zwischen den Kategorien ist nicht immer viel Zeit, und es ist nicht einfach, sich in zehn Minuten abzuschminken, neu zu schminken und sich umzuziehen. Alleine kämen wir da nicht sehr weit, und Roswitha und Marlene stehen dann bereit, um uns zu helfen. Wenn das Turnier vorbei ist, kommt anschließend die Siegerehrung. Alle Tänzer versammeln sich auf der Bühne und warten auf ihre Ehrung. Auch wenn der Tag sehr lang und anstrengend war, haben wir immer noch genug Kraft, unseren Gewinnern jubelnd bei ihrer Ehrung bei zu stehen.
(aus: Magazin der Rot-Weißen Funken Güsten, Ausgabe 2004)
Lesen Sie dazu auch:
Infotermine | Bildungseinrichtungen | Ausbildungen | Studium | Weiterbildungen | Kurse | Aktivitäten | Wir über uns Studieninfos/Newsletter | Alumni Club | Präha-Videos Presse | Veröffentlichungen | Internationale Partner | Präha-Jobs Copyright © by Präha Gruppe | Impressum
|
|
||